Flughafen Wien drängt auf Ende der Flugabgabe
Der Flughafen Wien verzeichnete im ersten Halbjahr ein Minus bei den Passagieren und fordert Entlastung: Vorstand Günther Ofner sieht die Ticketsteuer als Wettbewerbsnachteil und verlangt deren Abschaffung. Das Tourismus‑Ressort signalisiert Prüfbereitschaft, aus der FPÖ kommt Unterstützung für das Aus der Abgabe.

Der Flughafen Wien-Schwechat hat im ersten Halbjahr 2026 einen Rückgang der Passagierzahlen um 3,2 Prozent auf 14,3 Millionen verzeichnet. Vorstand Günther Ofner macht dafür hohe Standortkosten und die Flugabgabe verantwortlich und fordert, diese abzuschaffen, wie der ORF berichtet. Laut Kurier verwies Ofner auf niedrigere Kosten am nur rund 55 Kilometer entfernten Flughafen Bratislava und warnte vor Abwanderungen.
Standortkosten und Ticketsteuer im Fokus
Ofner kritisierte laut Kurier insbesondere die Ticketsteuer von 12 Euro bzw. 30 Euro für Kurzstrecken bis 350 Kilometer. Die Kosten in Bratislava seien um etwa ein Drittel niedriger; Billigfluglinien wie Wizz Air hätten Wien den Rücken gekehrt, Ryanair habe Maschinen von Wien nach Bratislava verlegt. Mehrere Länder hätten die Abgabe wieder gestrichen, nur mehr acht EU‑Staaten würden sie einheben, so Ofner. Gegenüber Die Presse bezeichnete er die Ticketsteuer als „Schuss ins eigene Knie“ und führte aus, dass Bratislava heuer jene zwei Millionen Passagiere zusätzlich habe, die in Wien fehlen.
Studie und wirtschaftliche Effekte
Zur Untermauerung seiner Kritik berief sich Ofner laut Kurier auf eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft‑ und Raumfahrt im Auftrag des Infrastrukturministeriums. Demnach stiegen die Flughafengebühren seit 2019 um 22 Prozent (Europa‑Schnitt: 27 Prozent), die staatlich bedingten Kosten für Flugsicherung und Ticketsteuer in Österreich jedoch um 85 Prozent – fast doppelt so stark wie in anderen europäischen Ländern. Eine Abschaffung oder deutliche Senkung der Abgabe könnte nach Ofners Darstellung trotz allem zu höheren Steuereinnahmen führen, weil Reisende in Österreich Geld ausgeben.
Reaktionen und weitere Kritikpunkte
Tourismus‑Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) will sich laut Kurier prüfen, „wie wir die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken können“. Dabei seien „wirtschaftliche Chancen“ und „budgetäre Spielräume“ zu berücksichtigen. Aus der FPÖ kam politische Rückendeckung: In einer Aussendung bezeichnete FPÖ‑Politiker Landbauer die Flugabgabe als „Arbeitsplatzprogramm für Bratislava“ und forderte deren sofortige Abschaffung (APA‑OTS). Zudem bewertete Ofner laut Kurier die EU‑Vorgaben zur schrittweisen Beimischung nachhaltiger Flugkraftstoffe kritisch: Produktion außerhalb der EU werde nicht angerechnet, was Langstrecken über Nicht‑EU‑Drehkreuze begünstigen könne.
Quellenvergleich
So berichten 5 Medien über dieses Ereignis. Übereinstimmung 95/100: 60 % Faktenlage (KI-Einschätzung, ob sich die Angaben widersprechen), 40 % Ähnlichkeit der Darstellung (rechnerischer Vergleich von Schlagzeilen und Kurztexten). Der Abgleich wurde automatisch von einer KI erstellt – meist auf Basis von Schlagzeilen und Kurztexten; fehlt eine Angabe bei einem Medium, kann sie im vollständigen Bericht dennoch stehen.
Darin stimmen die Quellen überein
- Ofner fordert die Abschaffung der Flugabgabe. ORF · Kurier · Die Presse · Oberösterreichische Nachrichten
- Passagierzahlen am Flughafen Wien sanken im Halbjahr um 3,2 % auf 14,3 Mio. ORF · Kurier
Nur bei einzelnen Quellen
- Kurier: Nur noch acht EU‑Staaten heben die Ticketsteuer ein; Wizz Air und Ryanair weichen nach Bratislava aus.
- Kurier: DLR‑Studie: staatliche Kosten für Flugsicherung und Ticketsteuer +85 % seit 2019.
- Kurier: Zehetner kündigt Prüfung möglicher Entlastungen an; Kritik an SAF‑Beimischungsregeln.
- Die Presse: Ofner: Bratislava habe heuer jene zwei Millionen Passagiere mehr, die in Wien fehlen.
Unterschiedliche Schwerpunkte
- ORF: Stellt den Ruf nach Abschaffung der Flugabgabe und das Passagierminus in den Vordergrund.
- Die Presse: Hebt Ofners Formulierung „Schuss ins eigene Knie“ hervor.
- Oberösterreichische Nachrichten: Betont die geforderte Entlastungshöhe bei der Ticketsteuer.
- APA-OTS: Rückt die FPÖ‑Forderung nach sofortiger Abschaffung in den Fokus.
So titeln die Medien
- APA-OTSFPÖ–Landbauer: „Flugabgabe ist ein Arbeitsplatzprogramm für Bratislava“
- Oberösterreichische NachrichtenFlughafen Wien: Vorstand fordert Entlastung bei Flugabgabe von bis zu 30 Euro
- KurierFlughafen Wien-Vorstand fordert Abschaffung der Flugabgabe
- Die PresseFür Wiens Flughafenchef ist die „Ticketsteuer ein Schuss ins eigene Knie“
- ORFFlughafen Wien-Vorstand fordert Aus für Flugabgabe
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Quellen
Dieser Artikel wurde automatisiert von einer KI verfasst – auf Basis folgender Berichte. Maßgeblich sind die Originalquellen. Vor der Veröffentlichung hat ein zweiter, unabhängiger KI-Durchgang jede Angabe automatisch gegen die Quellen geprüft.
- APA-OTS: FPÖ–Landbauer: „Flugabgabe ist ein Arbeitsplatzprogramm für Bratislava“
- Oberösterreichische Nachrichten: Flughafen Wien: Vorstand fordert Entlastung bei Flugabgabe von bis zu 30 Euro
- Kurier: Flughafen Wien-Vorstand fordert Abschaffung der Flugabgabe
- Die Presse: Für Wiens Flughafenchef ist die „Ticketsteuer ein Schuss ins eigene Knie“
- ORF: Flughafen Wien-Vorstand fordert Aus für Flugabgabe
- ORF: Flughafen-Wien-Vorstand fordert Aus von Flugabgabe
- Kurier: Ticketsteuer für Flughafen Wien „ein Schuss ins eigene Knie“
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