Mittwoch, 30. September 2026
Depesche

Nachrichten aus Österreich und der Welt – maschinell recherchiert, transparent belegt.

Irak-Abzug

Letzte US-Soldaten verlassen Irak – Sorge vor stärkerem Iran-Einfluss

Bis 30. September ziehen die USA nach mehr als zwei Jahrzehnten ihre letzten Soldaten aus dem Irak ab. Beobachter warnen vor einem Machtvakuum, das pro-iranische Milizen und auch der „Islamische Staat“ nutzen könnten, berichten internationale Medien.

Übereinstimmung der Quellen88/100 · sehr hoch
Fakten: einigDarstellung: ähnlich4 Medien verglichenZum Quellenvergleich ↓

Die Vereinigten Staaten beenden ihren Militäreinsatz im Irak: Bis Mittwoch, 30. September, sollen die letzten US-Truppen die verbleibenden Stützpunkte räumen. Das berichten der Tagesspiegel, Sky News, die South China Morning Post (SCMP) und SRF übereinstimmend. In den mehr als 20 Kriegsjahren kamen nach Angaben von Sky News und der SCMP rund 4.500 US-Soldaten ums Leben.

Mit dem Abzug wachse das Risiko eines Machtvakuums, das den Einfluss Teherans in Bagdad und den Regionen stärken könnte, heben Tagesspiegel, SRF und Sky News hervor. Der irakische Sicherheitsanalyst Jasim al‑Bahadli sagte laut SCMP, Iran profitiere strategisch, weil „ein militärisches Gegengewicht“ wegfalle. Pro-iranische Milizen dürften den Schritt als Sieg auslegen und ihren politischen Einfluss ausbauen, so al‑Bahadli.

Führende Vertreter dieser Gruppen feiern den Abzug offen. Abu Mojtaba al‑Yasiri, Kommandant der „Islamischen Widerstandsbewegung im Irak“, sprach gegenüber der SCMP von einem „historischen Sieg“ und einem „Niederlage für das amerikanische Projekt“. Aus Teheran hieß es laut SCMP, Iran begrüße den Abzug und unterstütze ihn; ein Parlamentsvertreter erklärte, „dauerhafte Sicherheit“ werde ohne US-Präsenz möglich sein.

Warnungen vor IS-Rückkehr

Gleichzeitig warnen irakische Sicherheitskreise vor einer möglichen Wiedererstarkung des „Islamischen Staates“ (IS). Ein kurdischer Kommandant, Sirwan Barzani, sagte der SCMP zufolge, fehlende US‑Aufklärung, Logistik und Drohnen könnten IS‑Zellen nutzen. Man habe seit „mehr als zwei Wochen“ wieder Bewegungen von Schläferzellen beobachtet, so Barzani.

Auch im sunnitischen Westen des Landes gibt es Bedenken. Der Stammesführer Abdulrahman al‑Zobaie sagte laut SCMP, der Irak sei „noch nicht vollständig bereit“, die Sicherheitsverantwortung alleine zu tragen; ein überstürzter Abzug wecke in der Bevölkerung die Sorge vor einem Vakuum.

Langer Konflikt, heikler Zeitpunkt

Die SCMP erinnert daran, dass die USA 2003 den Irak angriffen, Ende 2011 zunächst abzogen und 2014 zur Bekämpfung des IS bis 2017 zurückkehrten. In den vergangenen Jahren pflegte der Irak enge Beziehungen sowohl zu den USA als auch zu Iran; das Land wurde wiederholt zum Schauplatz von Stellvertreterkonflikten, so die SCMP. 2020 töteten die USA den iranischen General Qassem Soleimani bei einem Luftschlag in Bagdad; iran-nahe Gruppen griffen wiederholt US‑Stützpunkte an, was zu Gegenschlägen führte, berichtet die Zeitung.

Der nun vollzogene Abzug sei 2024 unter Präsident Joe Biden vereinbart und von der Regierung Donald Trumps umgesetzt worden, schreibt die SCMP. Laut SRF erfolgt der Schritt in einer Phase, in der Washington und Israel mit Iran Krieg führen. Mehrere Medien betonen, dass pro-iranische Kräfte den Rückzug als politischen Erfolg werten, während irakische und kurdische Sicherheitsvertreter vor neuen Sicherheitsrisiken warnen.

Quellenvergleich

So berichten 4 Medien über dieses Ereignis. Übereinstimmung 88/100: 60 % Faktenlage (KI-Einschätzung, ob sich die Angaben widersprechen), 40 % Ähnlichkeit der Darstellung (rechnerischer Vergleich von Schlagzeilen und Kurztexten). Der Abgleich wurde automatisch von einer KI erstellt – meist auf Basis von Schlagzeilen und Kurztexten; fehlt eine Angabe bei einem Medium, kann sie im vollständigen Bericht dennoch stehen.

Darin stimmen die Quellen überein

  • Letzte US-Truppen verlassen den Irak bis Mittwoch/30. September. Tagesspiegel · Sky News · South China Morning Post · SRF
  • Sorge, dass Irans Einfluss durch ein Machtvakuum wächst. Tagesspiegel · Sky News · South China Morning Post · SRF

Nur bei einzelnen Quellen

  • South China Morning Post: Abzug 2024 unter Joe Biden vereinbart und von der Trump-Regierung umgesetzt; Kontext: Krieg der USA gegen Iran.
  • SRF: Stellt den Abzug in den Kontext eines von Washington und Israel gegen Iran geführten Kriegs.

Unterschiedliche Schwerpunkte

  • Tagesspiegel: Frage nach möglichem „Fall“ des Iraks an Iran, Fokus auf Machtvakuum.
  • Sky News: Abzug trotz Befürchtungen vor Ausnutzung durch Iran.
  • South China Morning Post: Feier in Teheran und bei Verbündeten; zusätzlich Warnung vor IS-Comeback.
  • SRF: Verschiebung der Machtbalance zugunsten Irans im Nahostkrieg.

Wie relevant ist dieses Thema für Sie?

Folge uns auf Bluesky@depesch-e.bsky.social

Quellen

Dieser Artikel wurde automatisiert von einer KI verfasst – auf Basis folgender Berichte. Maßgeblich sind die Originalquellen.

  1. Tagesspiegel: US-Truppen ziehen sich aus dem Irak zurück: Fällt das Land jetzt an den Iran?
  2. Sky News: US forces to leave last bases in Iraq despite fears Iran will exploit withdrawal
  3. South China Morning Post: US forces set to complete withdrawal from Iraq after 2 decades
  4. SRF: Krieg im Nahen Osten – US-Abzug aus Irak verschiebt Machtbalance zugunsten des Irans