Türkei blockiert Nachrichtenseite T24 – Vorwurf der „LGBT‑Propaganda“
In der Türkei ist der Zugang zur unabhängigen Nachrichtenseite T24 gesperrt worden. Laut ZDFheute sind sowohl die Website als auch der X‑Account des Mediums blockiert. Behörden begründen das Vorgehen mit „LGBT‑Propaganda“, wogegen Redaktion und Opposition protestieren.
In der Türkei ist eine der größten unabhängigen Online‑Redaktionen des Landes blockiert worden. Nach Angaben der türkischen Monitoring‑Initiative Engelliweb, auf die sich ZDFheute beruft, wurden sowohl die Website des Nachrichtenportals T24 als auch dessen X‑Konto mit rund zwei Millionen Followern unzugänglich gemacht. Der Standard und die FAZ führen T24 als eines der wichtigsten regierungsunabhängigen Medien des Landes an.
Mehrere Medien berichten übereinstimmend, die Sperre sei auf den Vorwurf der Behörden zurückzuführen, T24 betreibe „LGBT‑Propaganda“ (Zeit, FAZ, Spiegel). n‑tv schreibt, ein Strafgericht habe eine vollständige Blockade angeordnet. Der Spiegel verweist zudem auf die Begründung, die Inhalte könnten die „türkische Familienstruktur“ schwächen.
Aus der Redaktion von T24 kam umgehend Widerspruch: Gökcer Tahincioglu, Koordinator der Chefredaktion, sprach auf X von einer „Verleumdungskampagne“ gegen das Medium (ZDFheute). Oppositionsführer Özgür Özel kritisierte die Entscheidung und schrieb auf X, einem Medienunternehmen sei „aus nichtigen Gründen die Tür verschlossen“ worden (ZDFheute). Journalistenverbände äußerten nach Angaben des Spiegel ebenfalls scharfe Kritik.
Reaktionen und Kontext
ZDFheute berichtet, in den vergangenen Wochen seien in der Türkei zahlreiche X‑Accounts gesperrt worden – zunächst im Zuge von Durchsuchungen bei LGBT‑Vereinen, bei denen Aktivistinnen und Aktivisten festgenommen wurden. Betroffen seien später auch Konten von Journalistinnen, Journalisten und Finanzexperten gewesen, die sich zu einem Börsenskandal geäußert hatten. Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen rangiert die Türkei heuer auf Platz 163 von 180 (ZDFheute).
Politische Begleitumstände
Die Sperre fiel laut ZDFheute in die dreitägige Türkei‑Reise des nordrhein‑westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst. Wüst traf demnach Präsident Recep Tayyip Erdoğan in Ankara und führte weitere politische Gespräche. Er betonte in Istanbul, er wolle auch mit der Opposition und der Zivilgesellschaft sprechen (ZDFheute). n‑tv ordnet die T24‑Sperre in eine anhaltende Welle von Zensurmaßnahmen gegen Medien in der Türkei ein.
Quellenvergleich
So berichten 7 Medien über dieses Ereignis. Übereinstimmung 96/100: 60 % Faktenlage (KI-Einschätzung, ob sich die Angaben widersprechen), 40 % Ähnlichkeit der Darstellung (rechnerischer Vergleich von Schlagzeilen und Kurztexten). Der Abgleich wurde automatisch von einer KI erstellt – meist auf Basis von Schlagzeilen und Kurztexten; fehlt eine Angabe bei einem Medium, kann sie im vollständigen Bericht dennoch stehen.
Darin stimmen die Quellen überein
- T24 wurde in der Türkei gesperrt und zählt zu den größten unabhängigen Nachrichtenseiten. ZDFheute · Der Standard · FAZ · n-tv
- Als Begründung nennen Behörden „LGBT‑Propaganda“. Zeit · FAZ · Spiegel
Nur bei einzelnen Quellen
- ZDFheute: Nennt Engelliweb als Quelle und berichtet auch von der Sperre des X‑Accounts mit rund zwei Millionen Followern.
- ZDFheute: Hebt die zeitliche Überschneidung mit der Türkei‑Reise von NRW‑Ministerpräsident Hendrik Wüst hervor.
- n-tv: Schreibt, ein Strafgericht habe die vollständige Sperre angeordnet.
- Zeit: Berichtet, die Opposition warne vor einer Verleumdungskampagne.
Unterschiedliche Schwerpunkte
- Zeit: Stellt den Aspekt der Queerfeindlichkeit in der Türkei in den Vordergrund.
- n-tv: Betont die Einordnung als Teil einer Zensurwelle gegen die Presse.
- ZDFheute: Hebt die Überschneidung mit dem Besuch Hendrik Wüsts hervor.
- FAZ: Rückt das Thema Pressefreiheit in den Mittelpunkt.
So titeln die Medien
- ZeitQueerfeindlichkeit in der Türkei: Türkei sperrt unabhängige Nachrichtenseite »T24«
- n-tv"Ohne Grund die Tür verschlossen": Größte unabhängige türkische Nachrichtenseite gesperrt
- FAZPressefreiheit: Nachrichtenseite „T24“ in der Türkei wegen „LGBT-Propaganda“ gesperrt
- ZDFheuteTürkei: Unabhängige Nachrichtenseite "T24" gesperrt
- Der StandardTürkische Nachrichtenseite "T24" gesperrt
- SpiegelTürkei: Unabhängiges Onlineportal muss wegen angeblicher »LGBT-Propaganda« schließen
- ORFTürkische Nachrichtenseite T24 gesperrt
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Quellen
Dieser Artikel wurde automatisiert von einer KI verfasst – auf Basis folgender Berichte. Maßgeblich sind die Originalquellen.
- Zeit: Queerfeindlichkeit in der Türkei: Türkei sperrt unabhängige Nachrichtenseite »T24«
- n-tv: "Ohne Grund die Tür verschlossen": Größte unabhängige türkische Nachrichtenseite gesperrt
- FAZ: Pressefreiheit: Nachrichtenseite „T24“ in der Türkei wegen „LGBT-Propaganda“ gesperrt
- ZDFheute: Türkei: Unabhängige Nachrichtenseite "T24" gesperrt
- Der Standard: Türkische Nachrichtenseite "T24" gesperrt
- Spiegel: Türkei: Unabhängiges Onlineportal muss wegen angeblicher »LGBT-Propaganda« schließen
- ORF: Türkische Nachrichtenseite T24 gesperrt
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