Mittwoch, 4. November 2026
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Trinkwasser

Gutachten: NGOs sehen Schutzlücke bei PFAS-Grenzwert für Kinder

Greenpeace und Global 2000 lassen ein schwedisches Gutachten vorlegen, das maximal vier Nanogramm pro Liter für besonders bedenkliche PFAS im Trinkwasser empfiehlt. Österreichs derzeitiger Summengrenzwert sei dafür nicht ausreichend, berichten Kurier und Der Standard.

Chronik: Gutachten: NGOs sehen Schutzlücke bei PFAS-Grenzwert für Kinder
Übereinstimmung der Quellen93/100 · sehr hoch
Fakten: einigDarstellung: sehr ähnlich2 Medien verglichenZum Quellenvergleich ↓

Greenpeace und Global 2000 kritisieren den österreichischen PFAS-Grenzwert im Trinkwasser als zu wenig schützend für Kinder. Ein von den NGOs beauftragtes toxikologisches Gutachten des Schweden Mattias Öberg (Karolinska Institutet) empfehle, die Summe der vier besonders problematischen PFAS (PFAS‑4: PFOA, PFOS, PFNA, PFHxS) auf insgesamt höchstens vier Nanogramm pro Liter zu begrenzen., berichten Kurier und Der Standard. In Österreich gilt seit 2026 ein Summengrenzwert von 100 Nanogramm pro Liter für 20 PFAS‑Substanzen (PFAS‑20), ohne eigene Obergrenze für PFAS‑4, so der Kurier.

Nach Darstellung der NGOs sei der heimische Wert festgelegt worden, bevor die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA 2020 PFAS‑4 neu bewertete. Laut Kurier komme es bei Ausschöpfung des österreichischen Summenwerts allein durch PFAS‑4 dazu, dass ein vierjähriges Kind über das Trinkwasser ein Vielfaches der als verträglich geltenden Menge aufnimmt. Dänemark habe bereits einen gesetzlichen PFAS‑4‑Grenzwert von zwei Nanogramm pro Liter, so der Kurier weiter.

Messwerte in Schwechat und Mannswörth

Als Beispiel für eine Schutzlücke führen die NGOs erhöhte PFAS‑4‑Belastungen im Leitungswasser in Schwechat und im Stadtteil Mannswörth (Niederösterreich) an. Laut Kurier lag der von der Gemeinde gemessene PFAS‑4‑Wert in Schwechat im Jänner bei 2,1 Nanogramm pro Liter und stieg bis Juli auf 8,4 Nanogramm. Eine unabhängige Messung von Global 2000 in einem Mannswörther Haushalt habe im Mai 6,4 Nanogramm ergeben. Ein Zusammenhang zwischen der großflächigen PFAS‑Belastung des Grundwassers im Umfeld der OMV‑Raffinerie Schwechat – der Kurier verweist hier auf den dort verwendeten PFAS‑haltigen Löschschaum – und den Werten im öffentlichen Leitungswasser ist laut Kurier nicht belegt. Die OMV habe ihre Messdaten bisher nicht offengelegt.

„Das neue Gutachten zeigt, dass unsere Trinkwasserregeln besonders Kinder nicht ausreichend schützen“, wird Greenpeace‑Expertin Madeleine Drescher im Kurier zitiert. Global‑2000‑Chemiker Helmut Burtscher‑Schaden fordert demnach „einen eigenen PFAS‑4‑Grenzwert – zum Schutz aller, besonders aber der Kinder“.

Politische Reaktionen

In einer Aussendung über APA‑OTS forderten die Grünen‑Abgeordneten Olga Voglauer und Georg Hammer einen eigenen Grenzwert für „besonders bedenkliche“ PFAS im Trinkwasser sowie die Offenlegung von OMV‑Messdaten. Greenpeace und Global 2000 bekräftigten in einer weiteren APA‑OTS‑Mitteilung, dass die zuletzt aus Schwechat bekannt gewordenen Werte mehr als doppelt so hoch wie die vom Gutachten empfohlenen vier Nanogramm gewesen seien.

Der Standard berichtet, das schwedische Gutachten empfehle vier Nanogramm pro Liter, um Kinder zu schützen, da aktuelle Werte deren zulässige Dosis bereits überschreiten. Der Kurier verweist ergänzend auf Berechnungen schwedischer Gesundheitsbehörden, wonach Kinder im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht mehr Wasser trinken und dadurch rascher an die zulässige Wochenaufnahme herankommen.

Quellenvergleich

So berichten 3 Medien über dieses Ereignis. Übereinstimmung 93/100: 60 % Faktenlage (KI-Einschätzung, ob sich die Angaben widersprechen), 40 % Ähnlichkeit der Darstellung (rechnerischer Vergleich von Schlagzeilen und Kurztexten). Der Abgleich wurde automatisch von einer KI erstellt – meist auf Basis von Schlagzeilen und Kurztexten; fehlt eine Angabe bei einem Medium, kann sie im vollständigen Bericht dennoch stehen.

Darin stimmen die Quellen überein

  • Gutachten empfiehlt maximal 4 ng/L für PFAS‑4 und NGOs fordern strengere Regeln Kurier · Der Standard · APA-OTS

Nur bei einzelnen Quellen

  • Kurier: Konkrete Messwerte: 2,1 ng/L (Jänner) und 8,4 ng/L (Juli) in Schwechat; 6,4 ng/L in Mannswörth
  • Kurier: Hinweis auf fehlenden Nachweis eines Zusammenhangs zwischen Grundwasserverschmutzung und Leitungswasser
  • APA-OTS: Grüne verlangen eigenen PFAS‑Grenzwert und Offenlegung von OMV‑Messdaten
  • APA-OTS: NGOs betonen, dass Schwechat zuletzt mehr als doppelt so hoch wie 4 ng/L lag

Unterschiedliche Schwerpunkte

  • Der Standard: stellt den Schutz von Kindern und die Empfehlung 4 ng/L in den Vordergrund
  • APA-OTS: hebt Forderungen der NGOs bzw. der Grünen politisch hervor
Wer berichtet?Zur Einordnung
  • linksliberal: 1 (Der Standard)
  • Mitte: 1 (Kurier)

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Quellen

Dieser Artikel wurde automatisiert von einer KI verfasst – auf Basis folgender Berichte. Maßgeblich sind die Originalquellen. Vor der Veröffentlichung hat ein zweiter, unabhängiger KI-Durchgang jede Angabe automatisch gegen die Quellen geprüft und eine nicht belegte Stelle korrigiert oder gestrichen.

  1. APA-OTS: Grüne Voglauer/Hammer zu Mannswörth: Eigener Grenzwert für besonders bedenkliche PFAS im Trinkwasser
  2. Kurier: Neues PFAS-Gutachten schlägt Alarm: „Kinder werden nicht ausreichend geschützt“
  3. Der Standard: PFAS im Trinkwasser: NGOs fordern viermal strengeren Grenzwert für Österreich
  4. APA-OTS: Greenpeace und GLOBAL 2000: PFAS-Grenzwert schützt Kinder nicht ausreichend