Österreich drängt in Brüssel auf weitgehende Lockerung des ETS
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer fordert eine tiefgreifende Reform des EU-Emissionshandels mit mehr Gratiszertifikaten und längeren Fristen. Laut Kurier hat Wien dazu einen Vorschlag vorgelegt, den Polen, Tschechien, Ungarn und die Slowakei unterstützen.
Österreich positioniert sich in der Debatte um die EU-Klimabepreisung an vorderster Stelle für eine Entschärfung des Emissionshandels (ETS). Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer drängt laut Kurier auf einen umfassenden Umbau des Systems. Nach seinen Angaben stehen in Österreich Hunderttausende Arbeitsplätze auf dem Spiel, weil hohe Energiekosten die Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Branchen schwächten. Emissionen würden sonst lediglich in Länder ohne vergleichbare Regeln verlagert: „Besser die Produktion bleibt in Österreich als sie geht nach Bangladesch“, sagte Hattmannsdorfer.
Österreichs Forderungen
EU-Vorschlag und Gegenwind
Hattmannsdorfer argumentiert laut Kurier, in Österreich seien „rund 600.000 Arbeitsplätze“ von der Kostenentwicklung im ETS betroffen. Aus seiner Sicht brauche die Industrie „eine Perspektive, um in Europa zu bleiben“. Ziel der österreichischen Initiative ist demnach, die Belastungen zu dämpfen, ohne den Klimaschutz grundsätzlich aufzugeben. Wie weit Brüssel und die Mitgliedstaaten den Kurs anpassen, ist offen; der von Wien angestoßene Vorschlag dient laut Kurier als Ausgangspunkt für weitere Verhandlungen.
Quellen
Dieser Artikel wurde automatisiert von einer KI verfasst – auf Basis folgender Berichte. Maßgeblich sind die Originalquellen.