UNO-Kommission wirft Israel Völkermordhandlungen in Gaza und Verbrechen im Westjordanland vor
Eine Untersuchungskommission der UNO wirft Israel vor, auch nach einem im Oktober vermittelten Waffenstillstand Völkermordhandlungen im Gazastreifen begangen zu haben. Im Westjordanland sieht die Kommission Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Israel weist die Vorwürfe als Desinformation zurück.

Die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission der UNO zu den besetzten palästinensischen Gebieten und Israel kommt in einem am Montag veröffentlichten Bericht zum Schluss, israelische Behörden und Kräfte hätten im Gazastreifen weiterhin „Völkermordhandlungen“ verübt – auch nach einem von den USA vermittelten Waffenstillstand im Oktober. Zudem habe sich die Lage im Westjordanland seit Beginn des Krieges am 7. Oktober 2023 deutlich verschärft, berichtet die South China Morning Post.
Schwere Vorwürfe der Kommission
Laut dem Bericht setzte das israelische Militär in dicht besiedelten Gebieten des Gazastreifens schwere Munition, Drohnen, Artillerie und Scharfschützen ein – auch während der Waffenruhe. Die sogenannte „Yellow Line“, als temporäre Demarkation der Waffenruhe vorgestellt, greife zunehmend in das Gebiet des Gazastreifens über und entwickle sich de facto zu einer Grenze, was laut Kommission eine Ausweitung der territorialen Kontrolle Israels widerspiegle. Die Kommission führt aus, israelische Behörden und Kräfte hätten im Westjordanland Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen – darunter Vernichtung, Folter, Vergewaltigung und andere Formen sexualisierter Gewalt sowie Verfolgung aus Gründen von Nationalität, „Rasse“ und Ethnie. Der Vorsitzende Srinivasan Muralidhar ordnet gezielte Tötungen von Zivilistinnen und Zivilisten und die Zerstörung von Wohnhäusern in eine Strategie der Vertreibung ein.
Reaktion Israels und Einordnung
Die israelische Mission in Genf bezeichnete den Bericht als Teil einer Desinformationskampagne zur Delegitimierung Israels. Der Versuch, „die jüdische Staatlichkeit zu zerstören“, setze sich durch Akteure wie die UNO-Kommission fort, die Israels Existenzrecht und sein Recht auf Selbstverteidigung in Frage stellten, erklärte Botschafter Daniel Meron laut South China Morning Post. Bereits im September des Vorjahres hatte die Kommission Israel des Völkermords in Gaza bezichtigt und führenden Verantwortungsträgern – darunter Premierminister Benjamin Netanjahu – Anstiftung vorgeworfen; Israel nannte diese Anschuldigungen damals skandalös.
Entwicklungen im Westjordanland und Opferzahlen
In ihrem Bericht an die UNO-Generalversammlung vermerkt die Kommission einen starken Anstieg durch israelische Luftangriffe getöteter Palästinenserinnen und Palästinenser im Westjordanland: von sechs Fällen zwischen 2008 und 6. Oktober 2023 auf 254 zwischen 7. Oktober 2023 und 30. September. Militärische Operationen seit Jänner 2025 hätten zur größten Vertreibung seit 1967 geführt; mit Stand August seien 34.176 Menschen weiterhin vertrieben. Die Kommission macht zudem anhaltende Gewalt durch Siedler als Teil eines systematischen Angriffs auf die Zivilbevölkerung aus. Laut palästinensischen Behörden starben seit Beginn der israelischen Offensive im Gazastreifen mehr als 74.000 Menschen; bei den Angriffen am 7. Oktober 2023 wurden in Israel etwa 1.200 Menschen getötet. Die Kommission kritisiert auch die Palästinensische Autonomiebehörde, die demnach gegen Andersdenkende vorgegangen sei; Journalistinnen, Journalisten und Menschenrechtsverteidiger seien getötet oder verletzt worden. Die Deutsche Welle berichtet übereinstimmend über die Vorwürfe der Kommission und die israelische Zurückweisung als Desinformation.
Quellenvergleich
So berichten 2 Medien über dieses Ereignis. Übereinstimmung 82/100: 60 % Faktenlage (KI-Einschätzung, ob sich die Angaben widersprechen), 40 % Ähnlichkeit der Darstellung (rechnerischer Vergleich von Schlagzeilen und Kurztexten). Der Abgleich wurde automatisch von einer KI erstellt – meist auf Basis von Schlagzeilen und Kurztexten; fehlt eine Angabe bei einem Medium, kann sie im vollständigen Bericht dennoch stehen.
Darin stimmen die Quellen überein
- Die UNO-Kommission wirft Israel Völkermordhandlungen in Gaza und Verbrechen im Westjordanland vor. South China Morning Post · Deutsche Welle
- Israel weist die Vorwürfe als Desinformation zurück. South China Morning Post · Deutsche Welle
Nur bei einzelnen Quellen
- South China Morning Post: Details zu Waffenstillstand im Oktober, „Yellow Line“, Waffeninsatz in dicht besiedelten Gebieten.
- South China Morning Post: Zahlen: >74.000 Tote in Gaza laut palästinensischen Behörden; 1.200 Tote in Israel am 7.10.2023.
- South China Morning Post: Westjordanland: 254 durch Luftangriffe Getötete seit 7.10.2023; 34.176 weiterhin Vertriebene.
- South China Morning Post: Kritik auch an der Palästinensischen Autonomiebehörde wegen Vorgehen gegen Andersdenkende.
Unterschiedliche Schwerpunkte
- South China Morning Post: Betont Fortsetzung der mutmaßlichen Völkermordhandlungen nach einem Waffenstillstand.
- Deutsche Welle: Hebt die Kernaussagen zu Völkermordhandlungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit hervor.
So titeln die Medien
- South China Morning PostIsrael keeps committing genocide in Gaza after truce, UN inquiry says
- Deutsche WelleUN-Untersuchung wirft Israel Verbrechen gegen Menschlichkeit und Völkermord vor
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Quellen
Dieser Artikel wurde automatisiert von einer KI verfasst – auf Basis folgender Berichte. Maßgeblich sind die Originalquellen. Vor der Veröffentlichung hat ein zweiter, unabhängiger KI-Durchgang jede Angabe automatisch gegen die Quellen geprüft.
- South China Morning Post: Israel keeps committing genocide in Gaza after truce, UN inquiry says
- Deutsche Welle: UN-Untersuchung wirft Israel Verbrechen gegen Menschlichkeit und Völkermord vor
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