Senat verschärft Gesetz: Randalierer sollen bis zu €10.000 zahlen
Der französische Senat hat einen Gesetzesentwurf beschlossen, der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Ausschreitungen zu Schadenersatz bis €10.000 verpflichten soll. Auch Sozialleistungen könnten gepfändet werden. Bürgerrechtsorganisationen warnen vor Eingriffen in das Demonstrationsrecht.

Der mehrheitlich rechte Senat stimmte in der Nacht auf Mittwoch für schärfere Regeln, wonach Verursacher von Sachschäden bei Unruhen künftig bis zu €10.000 zahlen müssen, wie mehrere Medien berichten. Nach Angaben des Kurier fiel das Votum mit 229 zu 105 Stimmen aus. Der Entwurf sieht laut Kurier zudem vor, dass auch Personen haftbar gemacht werden können, die Teil einer Gruppe waren, die Sachbeschädigung zum Ziel hatte, oder die eine zweimalige Aufforderung der Sicherheitskräfte ignorierten.
Auf Grundlage des Vorhabens können zur Begleichung der Forderungen auch Sozialleistungen herangezogen werden, darunter Familien- und Kinderleistungen sowie die Grundsicherung, berichteten Der Standard und der Kurier. France 24 verweist auf die umstrittene Idee einer „kollektiven zivilrechtlichen Haftung“, wonach nicht nur unmittelbare Täter, sondern auch Angehörige derselben Gruppe zur Kasse gebeten werden könnten.
Kritik von Opposition und NGOs
Die linke Opposition und Menschenrechtsorganisationen warnen vor Abschreckungseffekten für friedliche Demonstrierende. Die grüne Senatorin Mélanie Vogel sagte laut Kurier, die Regeln hielten „nicht die Randalierer, sondern Mütter, Arbeitnehmer, Schülerinnen und Schüler“ vom Protest ab. Der kommunistische Senator Fabien Gay sprach von einem „juristischen Skandal“, weil der Entwurf Demonstrierende und Randalierer nicht unterscheide. RFI und France 24 berichten, Bürgerrechtsgruppen befürchteten eine Aushöhlung des Demonstrationsrechts; Amnesty International warnte laut Kurier, Familien am Rand der Gesellschaft könnten „noch weiter in die Armut getrieben werden“.
Hintergrund und weiteres Verfahren
Auslöser waren laut Kurier Ausschreitungen nach dem Champions-League-Sieg von Paris Saint-Germain Ende Mai sowie zuletzt gewaltsame Begleiterscheinungen von Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungsbereich. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammern wurden landesweit mehr als 2.500 Geschäfte beschädigt oder geplündert, berichtete der Kurier. Der Senat setzte demnach weitere Verschärfungen durch, etwa Einschränkungen des Demonstrationsrechts, erleichterten Drohneneinsatz, automatische Auswertung von Überwachungskamerabildern und ein Eilverfahren zum Löschen von Onlineaufrufen zu Sachbeschädigung.
Der Entwurf geht nun an die Nationalversammlung; dort könnten Verschärfungen wieder abgeschwächt werden, so der Kurier und Euronews. Innenminister Laurent Nuñez zeigte sich laut Kurier „zufrieden“ und sprach von „gesundem Menschenverstand“, kündigte aber an, den Staatsrat um Prüfung der Angemessenheit zu ersuchen. RFI verweist darauf, dass die jüngsten landesweiten Proteste in Paris und anderen Städten teils gewaltsam verliefen.
Quellenvergleich
So berichten 6 Medien über dieses Ereignis. Übereinstimmung 87/100: 60 % Faktenlage (KI-Einschätzung, ob sich die Angaben widersprechen), 40 % Ähnlichkeit der Darstellung (rechnerischer Vergleich von Schlagzeilen und Kurztexten). Der Abgleich wurde automatisch von einer KI erstellt – meist auf Basis von Schlagzeilen und Kurztexten; fehlt eine Angabe bei einem Medium, kann sie im vollständigen Bericht dennoch stehen.
Darin stimmen die Quellen überein
- Senat verschärft/billigt Entwurf: Randalierer sollen für Schäden zahlen (bis €10.000). RFI · Der Standard · Deutschlandfunk · Kurier · Euronews
- Der Entwurf muss noch die Nationalversammlung passieren. Euronews · Kurier
- Rechts- und Bürgerrechtsgruppen warnen vor Eingriffen in das Demonstrationsrecht. RFI · France 24
Nur bei einzelnen Quellen
- Kurier: Abstimmung im Senat mit 229 zu 105 Stimmen; Details zu Drohnen, Videoanalyse und Eilverfahren zum Löschen von Aufrufen.
- Der Standard: Sozialleistungen wie Familien- und Kinderleistungen sowie Grundsicherung können gepfändet werden.
- France 24: Betont das Konzept der „kollektiven zivilrechtlichen Haftung“.
- RFI: Stellt landesweite Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten und marode Schulen als Kontext heraus.
Unterschiedliche Schwerpunkte
- Der Standard: Hebt die mögliche Pfändung von Sozialleistungen hervor.
- Kurier: Betont Verschärfungen, Abstimmungsergebnis und Regierungsreaktion.
- France 24: Fokussiert die Debatte um kollektive Haftung und Grundrechte.
- Deutschlandfunk: Meldet die Senatsentscheidung in knapper Form.
So titeln die Medien
- RFIFrench Senate toughens proposals to make rioters pay for damage
- Der StandardBis zu 10.000 Euro: Randalierer in Frankreich sollen für Schäden aufkommen
- DeutschlandfunkNach Ausschreitung - In Frankreich sollen Randalierer künftig für Schäden zahlen
- KurierBis zu 10.000 Euro: Randalierer in Frankreich sollen für Schäden aufkommen
- EuronewsFrench Senate backs bill making protesters pay up to €10,000 for unrest damage
- France 24French Senate debates new 'rioters pay' bill
- linksliberal: 1
- Mitte: 2
- öffentlich-rechtlich: 1
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Quellen
Dieser Artikel wurde automatisiert von einer KI verfasst – auf Basis folgender Berichte. Maßgeblich sind die Originalquellen. Vor der Veröffentlichung hat ein zweiter, unabhängiger KI-Durchgang jede Angabe automatisch gegen die Quellen geprüft.
- RFI: French Senate toughens proposals to make rioters pay for damage
- Der Standard: Bis zu 10.000 Euro: Randalierer in Frankreich sollen für Schäden aufkommen
- Deutschlandfunk: Nach Ausschreitung - In Frankreich sollen Randalierer künftig für Schäden zahlen
- Kurier: Bis zu 10.000 Euro: Randalierer in Frankreich sollen für Schäden aufkommen
- Euronews: French Senate backs bill making protesters pay up to €10,000 for unrest damage
- France 24: French Senate debates new 'rioters pay' bill
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